Stillen mit Beruf und Weiterbildung unter einen Hut zu bekommen, ist manchmal gar nicht so einfach. Da bei mir in den nächsten Monaten mehrere ganztägige Fortbildungen anstehen, war schnell klar, dass ich eine gute Lösung brauche, wenn ich weiter stillen wollen würde.
Von der Krankenkasse habe ich zwar eine stationäre Milchpumpe erhalten, die zuverlässig funktioniert aber sie benötigt einen festen Stromanschluss und ist für unterwegs ungeeignet. Also begann meine Suche nach einer mobilen Pumpe. Nach einem Tipp meiner Hebamme bin ich bei Medela und dem neuesten Modell, der Medela Magic Inbra gelandet.
In diesem Artikel teile ich meine Medela Magic Inbra Erfahrung: wie sie sich im Wochenbett, nachts neben dem Baby und später auch im Berufsalltag schlägt.
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Medela Magic Inbra im Überblick
Das Modell Medela Magic Inbra ist eine elektrische Milchpumpe, die sowohl als Einzel- als auch als Doppelpumpe erhältlich ist. Mit einem Preis von rund 400 € gehört sie zwar zu den hochpreisigen Geräten, bietet dafür aber viele Vorteile. Die Pumpe ist ideal für unterwegs geeignet, sei es bei längeren Trennungen vom Kind, beim gezielten Pumpen für die Flaschenfütterung oder auch zur Entlastung und Schonung empfindlicher Brustwarzen.
Handhabung & Komfort
Aufbau
Am Anfang wirkt der Aufbau etwas komplex, aber nach ein paar Versuchen klappt es reibungslos. Hier erklärt das Team von Medela den Aufbau.
Bedienung
Die Steuerung erinnert an einen CD-Player: Play/Pause für Start und Stopp, Plus/Minus für die Stärke, Powerbutton sowie R- und L-Tasten zur Auswahl der Brustseite. Besonders praktisch: Der Pumpvorgang kann mit oder ohne App gestartet werden.
Das Koppeln mit der App funktionierte bei mir problemlos. ich habe mich an die Anleitung der App gehalten, die einen da gut durchleitet!
Anfangs hatte ich Probleme, weil der Pumpvorgang nach 20 Sekunden abbrach, wenn ich die Pumpe einfach so in den BH legte. Die Lösung: Die Pumpe in dieser Zeit fest an die Brust drücken. Seitdem funktioniert der Aufbau des Vakuums, der für das Pumpen nötig ist, zuverlässig. Nach 20 Sekunden kann man die Pumpe dann loslassen. Meist merkt man auch, dass sich der Zug auf die Brustwarze ändert, dann kann man die Pumpe auch schon eher los lassen, da genug Vakuum aufgebaut ist.
Komfort
Die Magic Inbra passt bequem in den Still-BH, so dass man die Hände frei hat. Die Pumpe ist geeignet um im Liegen oder Sitzen zu pumpen. Zu weit nach vorne beugen darf man sich mit der Pumoe nicht, da sie dann das Vakuum verliert. Der Pumpvorgang bricht dabei aber nicht ab, sondern pausiert nur kurz.
Lautstärke
Sehr angenehm: Die Pumpe ist extrem leise (38db). Selbst nachts neben Partner und Baby konnte ich abpumpen, ohne dass jemand wach wurde.
Mobilität
Die Magic Inbra ist kompakt und leicht (200g) und damit perfekt für unterwegs.
Leistung & Funktionalität



Saugstärke
Die Pumpe überzeugt mit insgesamt neun individuell einstellbaren Saugstufen. Besonders praktisch: Die Pumpe speichert die zuletzt genutzte Einstellung, sodass man nicht jedes Mal neu justieren muss. Von der Stärke her empfinde ich sie als absolut vergleichbar mit meiner Sanicare-Standpumpe.
Effizienz
Ein entscheidender Punkt ist die Effizienz. Trotz ihrer kompakten Bauweise liefert die Pumpe eine ebenso gute Milchausbeute wie ein stationäres Modell. Für mich bedeutet das, dass ich und vor allem meine Tochter auch unterwegs keine Abstriche bei der Milchmenge machen muss.
Programme
Die Magic Inbra verfügt über ein automatisches Stimulations- und Abpumpprogramm. Sie startet mit einer sanften Stimulation und erkennt eigenständig, wenn der Milchfluss einsetzt. Danach wechselt sie automatisch ins Abpumpprogramm. Dieser Ablauf, der dem normalen Saugverhalten des Babys nachempfunden ist empfand ich als sehr angenehm. Der Wechsel klappt auch unproblematisch.
Besonderheiten
Besonders hervorheben möchte ich die flexible Steuerung. Die Pumpe lässt sich entweder direkt über die Tasten bedienen oder über die Medela-App steuern. Beide Varianten funktionieren reibungslos. Die App gibt einem nach dem jeweiligen Pumpvorgang auch die abgepumpte Menge an. Dieser Wert ist mit Vorsicht zu genießen. Manchmal wird mir das doppelte Volumen angezeigt im Vergleich zu dem was ich wirklich abgepumpt habe. Das echte Volumen kann man gut anhand der Skala am Milchbehälter oder später an der Flasche ablesen.
Reinigung & Pflege
Ein wichtiger Teil meiner Medela Magic Inbra Erfahrung war die Frage, wie unkompliziert die Reinigung funktioniert, da ich sie ja vor allem unterwegs verwenden möchte. Die Pumpe besteht aus insgesamt sechs Teilen: dem Motor, der Brusthaube, der Milchauffangschale sowie drei kleinen Silikonteilchen.
Nach jedem Pumpvorgang zerlege ich die Pumpe und wasche sie gründlich in heißem Seifenwasser ab. Anschließend spüle ich alles mit klarem Wasser nach und lasse es lufttrocknen. Vor der ersten Benutzung habe ich die Zubehörteile wie empfohlen fünf Minuten ausgekocht, um sie zu sterilisieren.
Insgesamt ist die Reinigung machbar, aber durchaus etwas zeitintensiv. Besonders für unterwegs muss man einplanen, wie man die Einzelteile hygienisch sauber hält – zu Hause ist es dagegen kein Problem.
Alternativ kann man die Teile auch für maximal 24h im Kühlschrank lagern um das Bakterienwachstum zu verhindern. Danach muss die Pumpe aber ordentlich gereinigt werden.
Zubehör & Extras
Entscheidet man sich für die Doppelpumpe, erhält man zwei vollständige Pump-Sets inklusive Brustaufsätzen. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Brusthauben in den Größen 21 mm und 24 mm. Eine Anleitung zur Größenmessung (Durchmesser der Nippel) liegt ebenfalls bei, sodass man die richtige Passform für sich ermitteln kann. Kleinere Aufsätze können bei Bedarf nachbestellt werden.
Praktisch ist auch, dass gleich zwei Ladekabel sowie Ersatz-Silikonaufsätze für die Pumpe beigelegt sind. Diese Verschleißteile kann man später separat nachkaufen, sobald sie sich abnutzen. Ein eigentliches Ladegerät und eine Transporttasche sind allerdings nicht mit dabei, was ich bei dem Preis ziemlich hart finde. Ich habe mir die Transporttasche von Damero dazu gekauft. Da passt die Pumpe, Kühlakkus, eine große Flasche oder mehrere Kleine und auch etwas Zubehör gut rein.
Die Kompatibilität mit den Apps Medela Family und Medela Pump ist ein Vorteil, da sie sowohl für iOS als auch Android verfügbar sind. Ersatzteile sind zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 2025) noch nicht im offiziellen Medela-Shop gelistet, ich gehe jedoch davon aus, dass dies bald ergänzt wird, da die Magic Inbra erst seit Kurzem auf dem Markt (Mai 2025) ist.
Medela Magic Inbra Erfahrung – Das Fazit

Überwiegend positiv empfinde ich die geringe Größe und Lautstärke der Pumpe, sowie die unkomplizierte Anwendung wenn man herausgefunden hat, dass man die Pumpe innerhalb der ersten Sekunden andrücken muss. Die Pumpe ist dadurch perfekt für unterwegs oder lange Tage ohne Kind.
Natürlich gibt es auch ein paar Punkte, die man beachten sollte: Die Pumpe besteht aus mehreren Teilen, die nach jedem Einsatz gereinigt werden müssen. Außerdem braucht es anfangs etwas Übung, bis der Pumpvorgang reibungslos funktioniert. Und auch der Preis ist mit rund 400 € kein Schnäppchen, zumal man um sie wirklich in Betrieb zu nehmen noch ein Ladegerät dazukaufen muss, wenn man keins hat. Ebenfalls benötigt man noch eine Tasche, denn das Haupteinsatzgebiet der Medela Magic Inbra ist unterwegs.
Trotzdem überwiegen in meiner Medela Magic Inbra Erfahrung die Vorteile ganz klar: Für Mütter, die regelmäßig unterwegs abpumpen müssen, ist sie eine große Erleichterung. Wer hingegen ausschließlich zu Hause pumpt, kommt wahrscheinlich auch mit einer günstigeren Alternative zurecht.
Meine Empfehlung: Die Medela Magic Inbra ist die richtige Wahl, wenn du Wert auf Flexibilität, Diskretion und eine zuverlässige Milchausbeute on-the-road legst.
FAQ’S
Vor allem für Mütter, die viel unterwegs sind, beruflich eingespannt oder öfter längere Zeit vom Kind getrennt. Wer ausschließlich zu Hause pumpt, kann auch zu einer günstigeren Pumpe greifen.
Nein, in meiner Medela Magic Inbra Erfahrung ist die Pumpe extrem leise (38db). Selbst nachts konnte ich neben meinem Partner und Baby abpumpen, ohne jemanden zu stören.
Der Akku reicht in der Regel für mehrere Pumpvorgänge am Tag. Ich lade sie meist abends und komme so locker über 24 Stunden. Die Pumpe zeigt dir aber durch Lichtsignale auch an ob der Akku noch für einen weiteren Pumpvorgang reicht. In der App kann man den genauen Akkustand ablesen.
+ Aktuell passt sie nur mit den mitgelieferten Auffangschalen. Muttermilch kann aber problemlos in Flaschen umgefüllt werden.
Stationäre Pumpen sind günstiger, aber nicht mobil. In meiner Medela Magic Inbra Erfahrung pumpt sie ähnlich effizient, ist aber viel flexibler.
Im Set sind 21 mm und 24 mm enthalten. Am besten misst du deine Nippelgröße vorher, damit es angenehm sitzt und effektiv ist.
Ja. Ich nutze meist die Tasten direkt an der Pumpe. Die App ist ein nettes Extra zur Aufzeichnung von Pumpzeiten und Milchmengen.