Zoologischer Garten Berlin

Als alteingesessene Berlinerin bin ich quasi im Zoo Berlin aufgewachsen. Diesen Zoo habe ich schon als Kind regelmäßig unsicher gemacht und hatte während meines Studiums sogar eine Dauerkarte.


1. Allgemeiner Eindruck & Atmosphäre

Der Zoo hat zwei Eingänge. Man kann sowohl am S-Bahnhof Zoologischer Garten durch das Löwentor als auch von der Budapester Straße durch das Elefantentor den Zoo betreten.

Der Zoo liegt zentral, quasi im Herzen Westberlins, dadurch hat er einen ganz andern Flair als zum Beispiel der Tierpark. Hier sind viele Spezies auf wenig Platz untergebracht. In den letzten Jahren hat sich hier aber sehr viel bewegt und alte Gehege werden nach und nach erneuert, um den Tieren mehr Platz zu bieten. Die Gehwege sind hauptsächlich gepflastert und die Parkanlage allgemein eher naturnah gestaltet. Es gibt ausreichend Bänke bei den Gehegen.

Innerhalb der Zoos sind die großen Gehege mit Schildern deutlich ausgezeichnet. Es gibt auch immer wieder Übersichtskarten anhand derer man sich orientieren kann. Es gibt leider keinen vorgeschlagenen Wanderweg durch den Zoo, so kommt es vor, dass man Wege auch mal doppelt läuft, wenn man alle Tiere sehen möchte.


2. Highlights für Kinder & Familien im Zoo Berlin

Ein Wort: Spielplätze! Die Spielplätze im Zoo sind berüchtigt bei den ansässigen Familien. Oft haben diese eine Dauerkarte nur damit die Kinder hier spielen können, ganz unabhängig von den Tieren. Es gibt hier Kletterangebote für groß und klein!

Ist das Kind noch kleiner findet man in den großen Restaurants und Häusern des Zoos auch Wickel- und Stillräume.

Es gibt einen Streichelzoo mit Schafen, Ziegen und Eseln, bei dem vor Ort gekauftes Futter auch verfüttert werden darf.

Kommentierte Tierfütterungen und Trainings werden ebenfalls angeboten. Die nächste Fütterungszeit ist immer an einem Schild am Tiergehege angebracht, aber die Zeiten lassen sich auch online nachlesen.

Ganz große Zoofreunde können auch ihren Geburtstag hier feiern und bekommen dann eine Sonderführung.

In den Ferien können die Kleinen hier in der Zooschule pauken und bei Kinderprogrammen mitmachen

Man kann im Zoo auch sein Lieblingstier treffen. Der Große Panda, das Faultier und das Flusspferd warten auf deinen Besuch.


3. Tierhaltung & Artenschutz

Der Zoo Berlin gilt als der artenreichste Zoo der Welt mit über 1000 Spezies und gesamt über 19.500 tierischen Bewohnern. Welche Spezies du hier genau sehen kannst, kannst du hier nachlesen. Für viele dieser Tiere sollen die Gehege naturnah gestaltet und ihren Bedürfnissen entsprechend gepflegt werden; gleichzeitig dienen sie als „Botschafter“ für ihre Art, weil Besucher so Tiere erleben können, die sie sonst kaum zu Gesicht bekommen

Artenschutz ist ein zentraler Bestandteil der Mission des Zoos. Mit seinem Programm „Berlin World Wild“ unterstützt der Zoo weltweit Projekte – etwa zum Schutz von Nashörnern in Indien oder zur Aufforstung in China, um Lebensräume bedrohter Arten zu erhalten. Die Einnahmen aus dem Artenschutzbeitrag fließen vollständig in diese Maßnahmen.

Zudem beteiligt sich der Zoo an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen und arbeitet mit Forschungseinrichtungen wie dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zusammen. Erkenntnisse aus der Verhaltens- und Biologieforschung helfen dabei, Schutzmaßnahmen auch in natürlichen Lebensräumen zu verbessern.

Ein weiteres Ziel ist die Bildung und Sensibilisierung: Durch kommentierte Fütterungen, Informationsschilder und die Zoo-Schule lernen Besucher, wie Artenvielfalt bedroht wird und was Schutz bedeuten kann.


5. Gastronomie & Angebote vor Ort

Zu den zwei großen Restaurants im Zoo gehören das Talia und die Waldschänke. In beiden kann man sowohl drinnen als auch draußen sitzen und das Essen genießen. Ansonsten gibt es überall auch kleinere Stände, wo es Fingerfood aber auch Kaffee und Kuchen oder Eis gibt. Besonders zu empfehlen ist das Hefeschneckenangebot im Cafe Kolibri im neuen Vogelhaus.


6. Wege & Bewegung

Der Zoo Berlin liegt auf einer Fläche von 33 Hektar und bietet daher ordentlich Raum für Entdeckungen. Gleichzeitig ist der Zoo aber nicht zu groß, man kann es definitiv bei einem Besuch schaffen den Zoo vollständig zu erkunden. Wohnt man in der Nähe bietet sich der Zoo auch als reines SPaziergangsziel an, wenn man eine Dauerkarte hat.


7. Praktische Informationen

Öffnungszeiten des Zoo Berlins

365 Tage im Jahr

09-16:30 Uhr im Winter

09-18:30 im Sommer

Die Tierhäuser schließen 30 Minuten bevor der Park schließt.

Preise (Stand 2025)

Tickets at 16€ (dynamische Preisstaffelung: Je früher du kaufst, desto günstiger ist der Eintritt)

Jahreskarten ab 69€

Erreichbarkeit

Der Zoo Berlin liegt sehr zentral im Berliner Stadtteil Charlottenburg und ist hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Direkt gegenüber dem Bahnhof Zoologischer Garten befindet sich der Haupteingang, sodass S-Bahn-Linien wie S3, S5, S7 und S9 sowie U-Bahnen (U2, U9) nur wenige Gehminuten entfernt halten. Außerdem erreichen zahlreiche Buslinien (darunter z. B. 100, 200, 245) den Zoo, was die Anfahrt auch ohne Auto sehr unkompliziert macht.

Mit dem Auto gibt es zwar keine eigenen Besucherparkplätze im Zoo, aber rund um den Zoo am Hardenbergplatz stehen öffentliche, gebührenpflichtige Parkplätze und mehrere Parkhäuser in der Nähe zur Verfügung. Generell wird jedoch empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, weil Parkplätze begrenzt sind und die zentrale Lage des Zoos direkte ÖPNV-Anbindung bietet.


8. Persönliches Fazit

Der Zoo Berlin überzeugt durch seine beeindruckende Artenvielfalt – inklusive beider Panda-Spezies – und seine zentrale, perfekt angebundene Lage. Die kontinuierliche Modernisierung der Gehege zeigt klaren Fokus auf Tierwohl, und die großen, gut gestalteten Spielplätze machen den Zoo besonders familienfreundlich. Insgesamt ein rundum empfehlenswerter Zoo für Besucher jeden Alters.


9. Meine Lieblingsfotos

Andere Berichte über Zoos weltweit findest du bei den Zooabenteuern.

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